Alserkal Avenue – Neue Ausstellungen im November

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Der November in Dubai ist mal wieder vollgepackt mit interessanten Kulturterminen. Am vergangenen Sonntag hatten einige Galerien der Alserkal Avenue zu ihren Ausstellungseröffnungen geladen. Es gab Häppchen, Sekt und viel freudiges und neugieriges Publikum. Die Kunst präsentierte sich spektakulär, extrem unterhaltsam und auch immer anspruchsvoll. Hier kommt ein kurzer Blick auf die wichtigsten Ausstellungen.
LEILA HELLER GALLERY
Reza Aramesh, Solo Exhibition, 13.11. – 4.1.17
Reza Aramesh ist ein iranischer Künstler, der in London lebt. Seine Bronzeskulpturen thematisieren das Leiden der Menschen durch Unterdrückung und Gewalt.
Frank Stella, Solo Exhibition, 13.11. – 4.1.17
Seine großen, dreidimensionalen, abstrakten und leuchtend farbigen Gebilde provozieren den Betrachter und wirken beinahe aggressiv in ihrer groben Materialität. Der amerikanische Künstler Frank Stella gehört zur Postmoderne und ist dem Minimalismus zugewandt.

THE THIRD LINE
Laleh Khorramian, Saturns Neckless, 2.11. – 10.12.16
Die Arbeiten von Laleh Khorramian bestehen aus ungewöhnlich bedruckten und gefärbten Stoffen, die grafische Formen und futuristische Motive beinhalten sowie experimentelle Monotypien, die Figuren zeigen, die an Aliens erinnern.
Sherin Guirguis, El Beit El Kabir, 2.11. – 10.12.16
Sherin Guirguis verarbeitet Motive aus ihrer ägyptischen Vergangenheit in Verbindung mit ihrem modernen Leben in Amerika. Sie zeigt ornamentale Skulpturen und mehreckige, abstrakte Collagen, auf denen die Farben geradezu explodieren.

AYYAM GALLERY
Mouteea Murad, Thresholds, 13.11. – 7.1.17
Seine geometrischen Kompositionen, die auf riesigen Leinwänden beeindruckend vielschichtig und vielfarbig wirken, wurden mittels mathematischer Formeln entwickelt. Sie sollen einen Moment der Bewegung und gleichzeitig der Illusion erzeugen.
Khaled Jarrar, Castles Built From Sand Will Fall, 13.11. – 7.1.17
Khaled Jarrar geht es um das physische Erleben von Grenzen und Wänden, die in seiner palästinensischen Vergangenheit eine große Rolle gespielt haben.

SALSALI PRIVATE MUSEUM
Ramtin Zad, Solo Exhibition, 11.11. – 11.3.17
Expressive, wilde Motive, pastos aufgetragen. In Ramtin Zads (Iran) Malereien geht es um Träume, Entdeckungen und Erfahrungen. Er arbeitet intuitiv und benutzt ungewöhnliche Perspektiven, so dass man geradezu magisch angezogen wird von seinen Kompositionen.

1×1 ART GALLERY
Poonam Jain, Judy Blum-Reddy, Who is She?  13.11. – 31.12.16
Eine ungewöhnlicher Anblick: schwarze, schmale Regale mit kleinen Ton-Objekten aus dem täglichen Leben, die ein Skript für ein Gedicht darstellen, ein Einkaufswagen mit einem lustigen, wolkigen, geometrischen Gebilde aus einer Art Wattestäbchen, eine Säule mit 3-dimensionalen endlosen Zahlenreihen oder gedruckte, überkolorierte Tabellen, Karten und Listen. Moderne Konzeptkunst zweier indischer international bekannter Künstlerinnen, die sich mit dem Feminismus beschäftigen.

GALLERY ISABELLE VAN DER ENDE
Raed Yassin, A Feeling in Perspective, 14.11. – 22.12.16
Persönliche Momente aus der eigenen Geschichte, anhand alter Familienfotos rekonstruiert, wurden computergesteuert auf industriell erzeugte Seide gestickt. Damit möchte der libanesische Künstler auf den Verlust der Individualität zugunsten von Massenprodukten aufmerksam machen.

CARBON 12
Olaf Breuning The Good Old Evolution, 13.11. – 10.1.17
Ironische Tonskulpturen, die kindlich, aber nicht naiv wirken und simple, zynische Strichzeichnungen, die provokant menschliche Schwächen thematisieren. Olaf Breuning ist ein Künstler aus der Schweiz, der in New York lebt und multidisziplinär arbeitet.

SHOWCASE GALLERY
Cecilia Fattorini, As if Anything Here Belonged To You
Cecilia Fattorini ist eine iranische Künstlerin, die im Oman lebt. Mit ihren wunderschönen, silbrig goldenen oder naturfarbigen rhythmischen Kompositionen lenkt sie den Blick auf eine andere Dimension der Wahrnehmung.

AMERICAN UNIVERSITY POP-UP
Silica
Michael Rice
Micheal Rice ist Professor für visuelle Kommunikation an der American University Dubai. Er arbeitet und stellt international aus. Seine Keramik zeichnet sich durch besondere Brennverfahren und geometrische wie formale Prinzipien aus.

GREY NOISE GALLERY
Raja’a Khalid, Solar Flare, Always Red, 13.11. – 7.1.17
Es geht um die Mythologie der Kraft, die Ästhetik des Konsums und die Ökonomie des Verlangens. Sozialkritische konzeptionelle Arbeiten der Künstlerin aus Saudi Arabien.

ZAYED UNIVERSITY POP-UP
Asma Khoory, Look Beyond Them
Diese beeindruckende audio-visuelle Installation stellt das Leben der Bauarbeiter in Dubai in den Mittelpunkt. Neben großformatigen fotografischen Portraits werden die benutzten Helme der Portraitierten ausgestellt, die, wenn man sich ihnen nähert, eine Tonaufnahme wiedergeben mit Zitaten des Besitzers. Damit wird den vielen eher unsichtbaren Menschen, die aber einen beträchtlichen Beitrag zur rasanten Entwicklung dieser Stadt leisten, ein Gesicht gegeben.

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