Bastakia-Viertel (Bur Dubai)

Eine meiner ersten Touren auf der Suche nach Kunst und Galerien hat mich ins Bastakia Viertel gebracht. Ursprünglich benannt nach den eingewanderten Händlern aus der Stadt Bastak im Südiran, die sich dort um 1900 niedergelassen hatten. Heute heißt es offiziell Al Fahidi Historical Neighbourhood.
Das älteste Wohnviertel Dubais bestand aus meist zweigeschossigen Häusern aus Korallenstein und Muschelkalk mit wunderschön geschnitzten Holztüren, Innenhöfen und den klassischen Windtürmen zur Kühlung der Häuser. In den 70er Jahren verfiel dieses Viertel und wurde später wieder sorgfältig restauriert und aufgebaut. Hier wandert man durch ein enges Geflecht von kleinen Gassen und stillen Plätzen, die immer wieder interessante Einblicke bieten in hübsche Innenhöfe, Ateliers oder Kunstgalerien wie die Majilis-Galerie oder die XVA-Galerie. Es gibt eine Moschee, kleine Museen, Cafés und Restaurants, sowie einige kleine Kunsthandwerkerläden.

Das SMCCU, The Sheikh Mohammed Centre for Cultural Understanding bietet geführte Spaziergänge durch das Viertel mit Besuch der Moschee oder Cultural Meals, gemeinsame Malzeiten mit Informationsaustausch, geleitet von Emiratis.

Mein Favorit in diesem Viertel ist eindeutig die XVA-Galerie, mit dem schönen Café in einem begrünten Innenhof, mit leckeren, gesunden Gerichten und klassischer Musik im Hintergrund. Eine schöne, ruhige Oase mitten in der wuseligen Altstadt. Ebenso gibt es dort wechselnde Kunstausstellungen und einen kleinen Shop mit originellen Kunstprodukten. Zum Café gehört auch ein Hotel, dessen Zimmer sich rund um den Innenhof befinden.

Die Majilis Galerie am Rande des Viertels hat auch einen sehr hübschen Innenhof und bietet hochwertige Malerei, Möbel, Schmuck, und Skulpturen. Die Galerie bietet immer mal wieder wechselnde Kunstworkshops an.

Außerdem gibt es im Viertel ein kleines Kaffeemuseum, wo man alles über die Geschichte des Kaffees erfahren und interessante historische Objekte rund um den Kaffee bestaunen kann. Es gibt auch Ausstellungsobjekte aus Deutschland. Das Museum wird von einer Deutschen geleitet. Natürlich gibt es auch einen Tresen, wo man diverse Kaffeespezialitäten aus historischen und modernsten Geräten zubereitet bekommen kann.

In den winkeligen Gassen stößt man auf diverse kleine Souvenirshops mit Gewürzen, Teppichen, Keramik oder gemalten Kaffeebildern, die Preise sind recht unterschiedlich (Handeln ist in jedem Fall sinnvoll) Zusätzlich bekommt man ausführliche Geschichten über die Entstehung aller Kunstgegenstände mitgeliefert. Die meisten Produkte haben persischen Ursprung.

Mit ein paar Schritten hinaus aus dem Viertel Richtung Norden erreicht man den Creek und kann zu Fuß zu den Anlegestationen der Dhow Boote spazieren.
Parkplätze sind sehr begrenzt vorhanden, man kann aber auch gut mit der Metro dort hinkommen, die nächste Station heißt Al Fahidi Station (Green Line).

Im Frühjahr (März) findet hier übrigens die alljährliche SIKKA Art Fair statt, eine Veranstaltung, die lokale Künstler präsentiert.

Ein weiterer kurzer Spaziergang in die Nachbarschaft führt zum Dubai Museum, das auch einen Besuch lohnt. Es ist im Al Fahidi Hort beheimatet, eine historische Burganlage von 1787. Dort kann man für ein geringes Eintrittsgeld alles Wissenswerte über die Geschichte Dubais anschaulich erleben.

alfahidi-skizze

FacebooktwittermailFacebooktwittermail
FacebookinstagramFacebookinstagram

One thought on “Bastakia-Viertel (Bur Dubai)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.