Dubai Design Week 2016 – ein Rückblick

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Was für eine Woche! Insgesamt über 150 Veranstaltungen gab es in den vergangenen 5 Tagen im Rahmen der Dubai Design Week 2016 zu erleben. Neben der Downtown Design Messe gab es unzählige Ausstellungen, Talks, Workshops und Präsentationen, die vorwiegend im Design District d3 stattfanden, aber auch in der Alskerkal Avenue oder an anderen Orten in der Stadt.

Angesichts der Fülle an Terminen war es mir natürlich nicht möglich, alles zu besuchen, daher stelle ich nur eine kleine Auswahl der wichtigsten Veranstaltungen vor, die mir persönlich am besten gefallen haben.
Der Design District hat sich im Vergleich zum letzten Jahr deutlich weiterentwickelt. Es gibt zusehends mehr kleine Cafés und Restaurants, die einfach unendlich wichtig sind, um ein Viertel mit Leben zu füllen. Es haben mehrere Galerien, Designer und Firmen inzwischen hier ihren festen Platz bezogen. Und die Veranstaltungen, die mehr Besucher ins d3 bringen, werden in den nächsten Jahren sicherlich noch zunehmen. Nur eine bessere Verkehrsanbindung wäre noch zu wünschen.

Global Grad Show
Die Global Grad Show war eines der Hauptthemen dieser Design Week. Dieses Jahr wurden von über 50 internationalen führenden Design Universitäten die innovativsten Projekte unter dem Slogan: „Meet the Future of Design“ ausgestellt. Es ging dabei um 3 Hauptthemen: „Empower“, also beispielsweise um intelligente Hilfsmittel für Menschen mit Beeinträchtigungen. „Connection“ stand für die Kommunikation und Gemeinschaftsförderung und „Sustain“, für umgesetzte Nachhaltigkeit. Die Designer waren oft selbst anwesend und so konnte man ausführliche Informationen zu den jeweiligen Projekten erhalten. Einige dieser hochinteressanten Produkte werden es sicher noch bis zur Serienreife bringen.

Downtown Design
Der zweite Schwerpunkt der Design Week ist die alljährlich stattfindende Inneneinrichter Messe ‚Downtown Design‘. In einem separaten Zelt, direkt gegenüber vom d3 trafen sich internationale Designer und Interior Design Firmen, um die aktuellen Trends der Saison zu präsentieren. Hier ist vorwiegend das Fachpublikum angesprochen, aber nach vorheriger Registrierung ist die Ausstellung auch für Privatbesucher abends geöffnet. Die meisten Produkte bewegen sich im absoluten Luxusbereich, allerdings sind auch immer einzelne kleinere Designer vertreten, die etwas alternativere Objekte präsentieren.

Iconic City: Cairo Now! City Incomplete
Nachdem letztes Jahr die Stadt Beirut als Designmetropole vorgestellt wurde, ging es dieses Jahr um die Stadt Kairo. Die Halle quoll geradezu über vor Kreativität aller Art, grafische Publikationen, Videoinstallationen, Vitrinen mit zeitgeschichtlichen Dokumenten, Kunst und Design in jeder Form. Eine sehr lebendige, informative und atmosphärische Präsentation.

25 Jahre IKEA in den VAE
Halle 7 war eine großartige Darstellung des Unternehmens IKEA, das in diesem Jahr sein 25jähriges Jubiläum in den Emiraten feiert. Mit einer interessanten Rauminstallation demonstrierte IKEA sehr anschaulich, warum Menschen überall auf der Erde sich in diesen Möbeln immer wieder wohlfühlen.

“Abwab”: Algerien, Bahrain, Indien, Irak, Palästina und die VAE
Das arabische Wort für ‚Türen‘ steht hier für den Zugang zum regionalen Design verschiedener Ländern. 6 temporäre Pavillons, die an einen begrünten Innenhof grenzten, konnten hier besucht werden. Spannend fand ich, zu sehen, wie sich jedes Land ganz unterschiedlich darstellte. Der indische Pavillon hatte beispielsweise eine ’Memoir bar‘ installiert, wo man Kacheln mit eigenen Erinnerungen kreieren konnte. Im emiratischne Pavillon erlebte man die Cafeteria der Zukunft. Im palästinensischen Pavillon ging es um die ‚unperfekte‘ Massenverarbeitung von Olivenholz oder im Pavillon von Bahrain stand die Tradition der Keramikproduktion im Vordergrund.

Installationen
Prominent im Zentrum des Areals, mit direktem Blick auf den Burj Khalifa, befand sich eine Skulptur der Künstlerin Zeinab Al Hashemi mit hexagonförmigen Spiegeln und Swarovski Kristallen, die sich endlos darin spiegelten: ‚hexalite‘. Das war wohl eindeutig das meistfotografierte Objekt der Tage, auf endlosen Instagram Posts wiederzufinden. (Auch auf meinem…)
Während der Design Week wurde der Burj Khalifa allabendlich mit farbig wechselnden Designs strahlend beleuchtet.

Ripe Market
Dieses Jahr habe ich ihn leider nicht besuchen können, aber letztes Jahr war er auch schon ein großer Erfolg, der bekannte Ripe Market. Mit begrünten Holzwänden, vielen originellen Ständen und unterschiedlichstem, bunten Publikum ist er ein Markt für Kreativprodukte aller Art. Dieser bildet eine willkommene Abwechslung zum sonst sehr coolen Ambiente des Design Districts. Im Winterhalbjahr findet er regelmäßig im Zabeel Park statt und ist immer ein nettes Alternativ-Shopping-Highlight der Saison.

Alserkal Avenue
Auch hier fanden diverse Ausstellungen, Workshops und Veranstaltungen statt. Das gesamte Areal ist ebenfalls gewachsen und hat sich deutlich weiter entwickelt, neben diversen Galerien gibt es auch ein kleines Theater, mehrere Designläden, eine Kunstschule, eine Schokoladenmanufaktur, einen öffentlichen Workspace mit Café und Internet sowie weitere Kreativräume für Selbermacher oder einen Raum für Konzerte. Es gab auch hier einen ‚Market for Everything‘ – ganz offensichtlich ein Trend hin zum alternativen Produkt, der in Dubai immer mehr Anhänger findet.
Handmade“ war für mich das Schlagwort dieser Tage, ohne Zweifel.

 

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